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Synchronisierung und Einstellung der Vergaser (Modell GS 850 GN)

 

·        Die Vergaser werden in zwei Schritten synchronisiert. Der erste, in diesem Kapitel beschriebene Schritt erfolgt an den ausgebauten Vergasern; diese Arbeit fällt nach jedem Zerlegen und Zusammenbau der Vergaser an. Der zweite Schritt erfolgt bei laufendem Motor mit Vakuummessgeräten im Rahmen der regelmässigen Wartungsarbeiten. Diese Arbeit muss bei unrundem Leerlauf oder bei ungenügender Motorleistung und nach jedem Wiedereinbau der Vergaser ausgeführt werden.

·         Die mit einem grossen Nylonkopf versehene Anschlagschraube so weit herausschrauben, dass zwischen der Schraube und der Seilscheibe der Gaszüge ein gewisses Spiel sichtbar ist. Die Vergaserschieber müssen sich nun in der ganz geschlossenen Stellung befinden. Mit einer Sichtprüfung feststellen, ob sich alle vier Schieber genau gleichzeitig heben; ist dies nicht der Fall, können die Schieber einzeln mit der Einstellschraube am Ende des auf der Verbindungswelle sitzenden Hebels eingestellt werden. Die Gegenmutter der Schraube lockern, die Einstellung vornehmen und die Gegenmutter wieder anziehen, ohne die Schraube zu drehen. Die Seilscheibe so drehen, dass alle Schieber ganz geöffnet sind, und die Stellung der Schieber nach Bild 66 prüfen. Die Einstellung erfolgt mit der einzelnen, mit einer Feder gesicherten Schraube an der Hinterseite des Seilhüllenanschlages. Nach dieser Einstellung die Vergaserdeckel montieren, die Vergaser einbauen und die Gaszüge anschliessen.

·         Zuerst wird der Öffnungszug eingestellt. Die Gegenmutter lockern und die Einstellschraube so drehen, dass das Spiel des Zugseils 1,0 bis 1,5 mm beträgt, und die Gegenmutter wieder anziehen. Die Gegenmutter des Schliesszuges lockern und den Schliesszug so einstellen, dass am Gasdrehgriff kein Spiel mehr vorhanden ist; die Gegenmutter wieder anziehen.

·         Für die Synchronisierung der Vergaser benötigt man entweder das Einstellgerät von Suzuki (Nr. 09913‑13121) oder einen Satz von vier Vakuummanometern. Falls man nicht über die nötigen Messgeräte und über einige Erfahrung verfügt, soll die Einstellarbeit einer Suzuki‑Vertretung überlassen werden. Das Suzuki‑Gerät besteht aus vier durchsichtigen Röhren, die je eine Stahlkugel enthalten. Jede Röhre ist mit drei horizontalen Strichmarken versehen, an denen die Lage der Kugeln und das Vakuum abgelesen werden kann.

·         Das Suzuki‑Gerät muss vor der Benützung kalibriert werden. Dazu entfernt man den Schraubstopfen am Ansaugstutzen des Zylinders Nr. 1 oder 4 und schliesst eine der Messröhren an. Den Motor in Gang setzen und mit 1500 bis 2000/min laufen lassen. An der Unterseite jeder Messröhre sitzt eine Einstellschraube, die als Drossel wirkt. Die Schraube so einstellen, dass die Stahlkugel gerade unter dem mittleren Strich schwebt. Den Vakuumschlauch abziehen und der Reihe nach alle anderen Messröhren am gleichen Vergaser in der gleichen Weise einstellen.

·         Die vier kalibrierten Messröhren an den vier Vergasern anschliessen und den Motor mit 1500 bis 2000/min drehen lassen. Wenn die Vergaser richtig synchronisiert sind, müssen die Stahlkugeln in allen Messröhren in gleicher Höhe schweben. Wenn ein Vergaser synchronisiert werden muss, ist es empfehlenswert, zur Verbesserung des Zugangs den Kraftstofftank ganz oder teilweise auszubauen, d. h. hinten aus der Befestigung zu lösen und etwas anzuheben. Dabei sind der Benzinschlauch und der Vakuumschlauch sowie die Kabel der Benzinstandanzeige abzuziehen. Am einzustellenden Vergaser den mit drei Schrauben befestigten Vergaserdeckel ausbauen. Für die Einstellung gibt es ein Spezialwerkzeug von Suzuki (Nr. 09913‑14520), mit dem die Arbeit erleichtert wird. Das Spezialwerkzeug ist aber nicht unbedingt nötig, man kann sich auch mit einem kleinen Ringschlüssel zum Lösen der Kontermutter und einem kurzen Schraubendreher zum Drehen der Einstellschraube am Schieberhebel behelfen. Nach dem Synchronisieren der Vergaser die Leerlaufdrehzahl mit der grossen Rändelschraube auf 950 bis 1150/min einstellen.

·          Die Vergaser können auch mit Hilfe von vier Vakuummanometern synchronisiert werden, die mit Nippeln und Schläuchen an den Ansaugstutzen angeschlossen werden. Den Motor bis zur normalen Betriebstemperatur warmlaufen lassen und die Drehzahl mit der Schieberanschlagschraube auf 1500/min einstellen. Bei der Einstellung bezieht man sich auf den Vergaser mit der mittleren Vakuumanzeige. An den anderen Vergasern wird die Schraube am Schieberhebel so eingestellt, dass sich die gleiche Vakuumablesung ergibt. Anschliessend die Leerlaufdrehzahl auf 950 bis 1150/min einstellen. Nach dem Ausschrauben der Anschlussnippel der Manometer die Verschlussstopfen mit Dichtscheiben in die Ansaugstutzen einsetzen.