 | Falls
sich die
Gabelrohre nur
schwer in die
Gabelbrücken
einführen
lassen, sind die
Standrohre sorgfältig
zu reinigen und
zu polieren,
eventuell auch
mit etwas
Abwaschmittellösung
zu schmieren.
Die Aufnahmen
der Standrohre
in den Gabelbrücken
können auch mit
einem grossen
Schraubendreher
vorsichtig
gespreizt
werden; dabei
darf jedoch
keine Gewalt
angewendet
werden, sonst können
die Gabelbrücken
brechen.
|
 | Vor
der ersten
Probefahrt muss
die Einstellung
des
Lenkkopflagers
geprüft werden.
Ein zu loses
Lenkkopflager führt
vor allem beim
Bremsen zum
Vibrieren der
Vorderradgabel.
Rüttelt man bei
angezogener
Vorderradbremse
am Lenker in
Vor‑ und Rückwärtsrichtung,
darf zwischen
Lenkschaft und
Steuerkopf kein
Spiel spürbar
sein.
|
 | Die
Lenkkopflager dürfen
aber auch nicht
zu fest
angezogen
werden. Die
Lager können
ohne weiteres
mit einer Kraft
von mehreren
Tonnen belastet
werden, wobei
sich der Lenker
anscheinend
immer noch
leicht bewegen lässt.
Zu stramm
eingestellte
Lager führen zu
Rollbewegungen
bei niedriger
Geschwindigkeit
und zu unpräzisem
Lenkverhalten
Bei richtiger
Einstellung ist
am Lenkkopf kein
Spiel spürbar,
und der Lenker
bewegt sich bei
aufgebockter
Maschine mit
angehobenem
Vorderrad nach
einem leichten
Anstoss von
Anschlag zu
Anschlag. Nach
der Lenkkopflagereinstellung
mit der
Nutmutter muss die
Sechskantmutter
bis zum vorgeschriebenen
Drehmoment von
36 bis 52 Nm
angezogen
werden,
anschliessend
die
Klemmschraube an
der Hinterseite
der oberen
Gabelbrücke
bis zu einem Drehmoment
von 15 bis 25 Nm.
|
 | An
Maschinen mit
luftunterstützter
Gabel muss noch
der Luftdruck in
beiden
Gabelrohren
eingestellt
werden. Suzuki
empfiehlt, die
Gabelrohre mit
Hilfe einer
Fahrradpumpe,
eines Übergangsnippels
und des
Suzuki‑Druckmessers
09940‑44110
aufzupumpen. Man
kann sich auch
mit einer
Fahrradpumpe und
dem gewöhnlichen
Druckmesser
behelfen (Teil
Nr. 9620041330),
der mit der
Maschine
geliefert wird. Es
wird davon
abbgeraten, Luft
aus einer
Druckluftanlage
zu beziehen,
da wegen der
sehr geringen
benötigten
Luftmenge der
zulässige
Luftdruck sehr
rasch überschritten
wird, so dass
die Dichtringe
beschädigt
werden können.
Die Gabelrohre dürfen
nur mit Luft
oder Stickstoff
aufgepumpt
werden,
keinesfalls mit
Sauerstoff aus
der
Sauerstofffflasche.
Normalerweise
stellt man den
Druck zwischen
0,6 und 1,2 bar
ein, kurzzeitig
darf der Druck
bis auf 2,5 bar
steigen; höhere
Drücke führen
jedoch zu Schäden
an den
Dichtringen und
an der Gabel.
Der
Druckunterschied
zwischen beiden
Gabelrohren muss
so klein als möglich
sein, er darf
keinesfalls mehr
als 0,1 bar
betragen.
|
 | Der
Druck in der
Vorderradgabel
muss auf die
Federvorspannung
und die Stossdämpfereinstellung
der hinteren
Federbeine
abgestimmt sein.
Beachten Sie
dazu die Angaben
in Kapitel 5.6.5.
Bei grob
fehlerhafter
Abstimmung können
sich die
Fahreigenschaften
in gefährlicher
Weise
verschlechtern.
|