Zündung -  Allgemeines

 

Das Modell GN ist mit einer klassischen Unterbrecher-Batteriezündung ausgerüstet, die Modelle GT und GLT mit einer volltransistorisierten, kontaktlosen Zündung von Suzuki.

 

Am Modell GS 850 GN sind zwei Unterbrecher, zwei, Kondensatoren, zwei Doppelzündspulen und vier Zündkerzen vorhanden. Der Zündzeitpunkt wird bei steigender Motordrehzahl durch einen Fliehkraftversteller nach früh verstellt. Der einzige Unterbrechernocken öffnet jeden Unterbrecher bei jeder Kurbelwellenumdrehung einmal, wobei jeweils die Zündkerzen in zwei Zylindern zünden, eine am Ende des Verdichtungstaktes (die ein brennbares Gemisch entzündet), eine am Ende des Auspufftaktes (die leer zündet). Der andere Unterbrecher öffnet eine halbe Kurbelwellenumdrehung später. An den Modellen GS 850 GT und GLT umfasst die Zündanlage einen kontaktlosen Zündimpulsgeber mit einem Permanentmagneten und zwei Spulen, einen Zündverstärker, zwei Doppelzündspulen, vier Zündkerzen und einen Fliehkraftversteller, der die Stellung des Impulsgebermagneten zur Kurbelwelle verändert. Der Zündimpulsgeber sitzt anstelle der Unterbrecher unter dem Deckel am rechten Kurbelwellenende, der Zündverstärker ist unter dem linken Seitendeckel. Die von den Impulsgeberspulen kommenden Spannungsimpulse steuern den Zündverstärker an, der anstelle eines Unterbrechers den Primärstrom durch die Zündspulen ein‑ und ausschaltet, und zwar ohne dass irgendwelche Abnützungserscheinungen auftreten. Der Hauptvorteil der elektronischen Zündanlage ist der Wegfall der periodischen Kontrolle des Zündzeitpunktes und des Unterbrecherkontaktabstandes; dazu kommt eine grössere Widerstandsfähigkeit gegen Vibrationen, Verschmutzung und Feuchtigkeit sowie ein kräftigerer Zündfunke. An allen Modellen versorgt die eine Doppelzündspule die Zylinder 1 und 4, die andere Zündspule die Zylinder 2 und 3.

 

Der Fliehkraftversteller arbeitet bei beiden Zündanlagen nach dem gleichen Prinzip. Mit steigender Motordrehzahl bewegen sich Fliehgewichte gegen die Kraft von Rückholfedern nach aussen, wodurch der Unterbrechernocken bzw. der Impulsgebermagnet gegenüber der Kurbelwelle so verdreht wird, dass der Zündzeitpunkt nach früh verstellt wird.