[ Allgemeines ] Ausbau und Prüfung der Ölpumpe ] Messen des Ölpumpendrucks ] Öldruckschalter ] Austausch der Ölfilterpatrone ]

Allgemeines

 

·         Motor und Getriebe werden im Nassumpfverfahren von einer Ölpumpe geschmiert. Die Schmieranlage umfasst die über Zahnräder angetriebene Ölpumpe, ein Ölfilter, ein Nebenschlussventil und einen Öldruckschalter. Die das Kurbelgehäuse durchblasenden Gase steigen in den Zylinderkopf und werden über einen Schlauch dem Luftfiltergehäuse zugeführt, von wo sie wieder in den Motor gelangen, um dort verbrannt zu werden.

·         Die Eaton-Trochoid-Ölpumpe wird von einem Zahnrad hinter der Kupplung angetrieben. Die Ölpumpe wird durch ein Sieb am Ansaugrohr vor grösseren Schmutzteilchen geschützt.

·         Der Papiereinsatz des Ölfilters sitzt an der Vorderseite des Kurbelgehäuses (Bild 70). Wenn der Papiereinsatz so verschmutzt ist, dass der Ölstrom behindert wird, öffnet sich das Umgehungsventil, so dass die Schmierung trotzdem sichergestellt ist. Doch erhält der Motor so ungefiltertes Öl. Deshalb muss der Filtereinsatz regelmässig ersetzt werden.

·         Der an der Oberseite des Motorblocks hinter den Zylindern sitzende Öldruckschalter schaltet bei ungenügendem Öldruck infolge eines Defektes an der Ölpumpe, verstopfter Ölkanäle oder ungenügenden Ölstandes die Öldruckwarnlampe ein. Der Schalter ist nicht für die Anzeige eines zu tiefen Ölstandes vorgesehen.

·         Um den strengen Umweltschutzbestimmungen gewisser Länder zu genügen, werden die Gase aus dem Kurbelgehäuse nicht ins Freie ausgeblasen, sondern über das Luftfiltergehäuse wieder dem Motor zugeführt.

·         Hoher Ölverbrauch, der sich durch blauen Auspuffrauch, mangelhafte Leistung und verölte Kerzen bemerkbar macht, kann entweder auf Ablagerungen in der Absetzkammer der Kurbelgehäuseentlüftung oder auf schlecht dichtende Kolbenringe zurückzuführen sein. Zuerst die Absetzkammer über dem Ventilkammerdeckel und das Luftfiltergehäuse auf Ölablagerungen prüfen. Sind diese Teile verölt, dann ist der von der Absetzkammer zum Kurbelgehäuse führende Kanal auf freien Durchgang zu prüfen. Wenn der Kanal verstopft ist, kann das Öl nicht in das Kurbelgehäuse zurückfliessen, und es gelangt dann in das Luftfiltergehäuse.

·         Vor dem Anlassen des Motors sollte immer der Ölstand am Schauglas im Kupplungsdeckel geprüft werden. Wenn der Ölstand nicht zwischen die beiden Marken am Glas reicht, muss Öl in der vorgeschriebenen Qualität nachgefüllt werden.